New Work & Digital Collaboration – 13. Stock auf der solutions.hamburg

New Work & Digital Collaboration – 13. Stock auf der solutions.hamburg

Auch in diesem Jahr sind wir vom 13. Stock mit unserem Programm “New Work & Digital Collaboration” auf der solutions.hamburg vertreten. Durch den Tag führen wird uns in diesem Jahr unser Moderator Christoph Rauhut. Zur inhaltlichen Einstimmung auf die Konferenz haben wir ihm ein paar Fragen rund um unseren Themenschwerpunkt gestellt.

Christoph, du moderierst in diesem Jahr unser Programm auf der solutions.hamburg zum Thema „New Work & Digital Collaboration“. Was verbirgt sich aus deiner Sicht hinter diesen Begriffen?

Mit dem Begriff „New Work“ verbinde ich alle neuen Entwicklungen und Veränderungen in der heutigen Arbeitswelt, die bedingt sind durch den technologischen Wandel, also die Digitalisierung, und ein verändertes Verständnis, vor allem der jungen Mitarbeiter, zu den Anforderungen und Bedingungen eines Arbeitsumfelds. Da sind natürlich die eingesetzten Technologien und digitalen Werkzeuge für die digitale Zusammenarbeit, die einfach vorausgesetzt werden. Aber darüber hinaus noch viel mehr. Es geht um flexible Arbeitszeitmodelle und damit einer verbesserten Balance aus Work und Life, die Flexibilität der Ausübung der Arbeit egal wann und wo, die Eigenverantwortung aber auch Freiheit der Mitarbeiter und eine Veränderung der Unternehmens- und Führungskultur. Nur wenn all diese Bereiche modern und neu gedacht werden, kann ein Arbeitsplatz der Zukunft im Sinne von New Work entstehen.

„New Work“ ist zurzeit ein heiß diskutiertes Thema. Es wird als Konzept für eine flexible, selbstorganisierte Arbeitsorganisation gefeiert, das es ermöglichen soll, die sich wandelnden Lebensmodelle der Menschen besser mit dem Arbeitsleben zu vereinen. Wie viel „New Work“ steckt deiner Erfahrung nach heute schon in Unternehmen?

Im Durchschnitt gesehen, glaube ich, relativ wenig. Wenn man sich anschaut, welche Unternehmen versuchen „New Work“ Ansätze zu etablieren, dann erkennt man doch, dass es eher die kleinen, jungen und affinen Unternehmen sind. Gerade in den Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind solche Konzepte meist noch Neuland. Diese Unternehmen sind häufig gefangen in den Regelungen von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen, Aufbau- und Ablauforganisation und traditionellen Führungs- und Bewertungsmethoden. Ohne einen radikalen Umbruch werden es diese Unternehmen wohl kaum schaffen, sich zu verändern und auf die neuen Bedingungen einzustellen. Nur die Unternehmen, die es wagen aus festen Strukturen und Vorgaben auszubrechen werden auch Erfolg haben und die Potentiale von „New Work“ nutzen können.

Welche Rolle spielen Digital Collaboration-Tools in der sich wandelnden Arbeitswelt?

Die Einführung von digitalen Werkzeugen für die Zusammenarbeit, den Informationsaustausch und die Vernetzung sind ganz klar ein MUSS. Diese sind sowohl Grundvoraussetzung für den Wandel der Arbeitswelt aber auch ganz klar Resultat aus den veränderten Anforderungen der Mitarbeiter an die heutige Arbeitsumgebung. Jedes Unternehmen, welches derzeit noch kein digitales Collaboration Werkzeug benutzt ist eigentlich schon zu spät dran. Gründe dafür, dass Unternehmen solche Technologien noch nicht eingeführt haben, sind die „noch“ gut laufenden Geschäftsmodelle, die aber auf Innovationen aus der Vergangenheit basieren. Mit Blick in die Zukunft wird es schwer werden, diese Geschäftsmodelle ohne eine digitale Transformation aufrecht erhalten zu können. Wer nicht schnell damit beginnt die digitale DNA im Unternehmen aufzubauen und neue Technologien aktiv zu nutzen, der verliert den Anschluss. Die Möglichkeiten und Nutzenpotentiale von Digital Collaboration Technologien sind einfach zu groß, um darauf verzichten zu können.

Für viele Unternehmen ist der Einsatz von Digital Collaboration-Tools der erste Schritt in Richtung „New Work“. Mit der Einführung muss daher nicht selten ein kultureller Wandel einhergehen. Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren, um das neue System in Unternehmen zu erfolgreich zu etablieren?

Nutzen, Nutzen, Nutzen – das sind die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren. Das Entscheidende ist der erkennbare Mehrwert für die Anwender. Wenn es Unternehmen schaffen, die tatsächlichen „Gains“ und „Pains“ ihrer Organisation und der Mitarbeiter zu erkennen und dafür Lösungen anzubieten, dann ist ein Erfolg ziemlich sicher. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen für die Kommunikation, den Kulturwandel und das On-Boarding der Anwender basieren immer auf der Nutzenargumentation. Man führt ja ein Tool nicht zum Selbstzweck ein. Wobei das, aus meiner Sicht, viele Unternehmen versuchen. Die Einbeziehung der relevanten Zielgruppen und das gemeinsame Erarbeiten von Nutzenargumenten führt sehr schnell zu den gewünschten Ergebnissen.

Danke für das Gespräch, Christoph!

 

Über Christoph Rauhut
Christoph Rauhut ist Berater für die digitale Vernetzung, Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen. Mit mehr als 10 Jahren Berufserfahrung hat er viele Projekte zur Einführung von digitalen Technologien in Unternehmen erfolgreich begleitet. Er ist Teil des frisch gegründeten Netzwerks REAL EXPERTS.
Kontakt: rauhut@realexperts.de

By | 2017-08-31T11:07:58+00:00 August 31st, 2017|Events|0 Comments

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